Tagebuch eines traumhaftschönen und erlebnisreichen Urlaubs



So nun komme ich mal zur Ruhe und kann einen kurzen Auszug aus unserem (handgeschriebenen) Tagebuch wiedergeben.

Am 30. Juni morgens um 0:30 Uhr sind wir mit wenig Schlaf (die Hitze hat uns den Schlaf geraubt) aufgebrochen richtung England. Wir sind super durchgekommen so das wir fast 2 Stunden zu früh an der Fähre waren, aber da ein frischer Wind ging, sind wir erstmal in spazieren gegangen und dann ging es eigentlich ganz schnell. Rauf auf die Fähre und die Fahrt nach Dover geniessen und auch etwas dösen. Der Blick auf Dover von der Fähre auf die Kreidefelsen war atemberaubend schön, und man war sofort in absoluter Urlaubsstimmung und das obwohl schon 6,5 Stunden Fahrt hinter uns und noch mindestens 4 Stunden Fahrt vor uns lagen. In England ging es dann auf der für uns erstmal falschen Seite - nämlich links - weiter nach Canterbury. Es war mein großer Traum, mir mal in Ruhe die Kathedrale von Canterbury anzuschauen und das haben wir dann auch gemacht. Man kann mit Worten kaum die Eindrücke wiedergeben. Dann ging es weiter zu unseren Freunden nach Cambridge, wo wir die erste Woche geblieben sind.
Die Kinder haben sich nur einmal im Krabbelalter gesehen und waren sich eigentlich fremd, doch nach nur wenigen Sekunden waren da 5 dicke Freunde und blieben es auch die ganze Zeit.
In dieser ersten Woche haben wir uns natürlich Cambridge angeschaut, waren punten auf der Cam (das ist so ähnlich wie Gondelfahren in Venedig und doch ganz anders), haben uns Wimpole Hall angesehen, ain altes Gutshaus, mit einer Farm zum angucken und anfassen und einem tollen Garten und Park.
Außerdem sind wir von Cambridge auch mit dem Zug für einen Tag nach London gefahren und haben dort mit einem offenen Doppeldeckerbus eine 4stündige Stadtrundfahrt gemacht und dann noch eine Schiffstour auf der Themse, dann ging es auch schon wieder zurück.
Malte und Gesa (und auch ich, weil die Kinder nicht gleich allein in der Schule bleiben wollten) waren auch einen Tag in der Schule in England und das war sehr beeindruckend. Die Kinder kommen da fest nach Stichtag in die Schule  und zwar in dem Jahr wo sie im Oktober 5 werden. Es geht mit einer art Vorschulklasse los und dann 5 Jahre eine ARt Grundschule. Ungefähr 30 Kinder sind in einer Klasse, aber dafür sind meist auch mehrere Lehrer dort und einzelne Kinder werden aus dem Unterricht auch immer wieder herausgenommen für Förder- und Fordermassnahmen. Besonders interessant war der technische Fortschritt dort in den Schulen. In jedem Klassenzimmer gibt es computergesteuerte Whiteboards, also Tafeln, wo die Lehrer entweder mti einem Spezialstift direkt drauf schreiben können, aber auch fertige Folien vom PC zeigen können, und diese dann auch weiterbearbeiten können und wieder abspeichern und aufrufen können.
Überhaupt sind die Engländer sehr technikversiert. Jeder hat ein Mobilephone (Handy) und telefoniert dort auch überall und immer ;) Selbst Parktickets fürs Auto können mit dem Mobile bezahlt werden.
Ich hatte für die Zeit dort auch eine englische Handynummer (naja eigentlich hab ich sie ja immer noch) denn ich hab mir aus kostengründen eine englische Prepaidsimkarte zugelegt und konnte feststellen, das mobiles telefonieren auch viel billiger dort ist als hier bei uns. Ausserdem gibt es überall Hotspots und auch offene Wlannetze und überall sieht man auch menschen an laptops arbeiten.
Alle Menschen, denen wir begegnet sind, waren sehr freundlich und hilfsbereit und Kinderfreundlich. Es gibt sehr viele und vorallem auch viel schönere Spielplätze als zumindest hier bei uns in der Heide. Die Eltern gehen viel mti ihren KIndern dort hin und die Kinder werden in der Regel dort auch zur Schule gebracht und wieder abgeholt (Schulzeit ist von 9 bis 15:15)
Hausaufgaben gibt auch nur einmal die Woche.
Der Abschied von unseren Freunden fiel allen sehr schwer, doch am 06. Juli ging es dann weiter in unser Quartier für die zweite Woche - ein wunderschönes Bed & Breakfast in Southbourne in Dorset an der Südküste Englands. Gesa konnte sogar von ihrem Bett aus das Meer, den Ärmelkanal sehen. Luftlinie zum Strand war auch nicht weit, aber erst mussten die Steilklippen auf einem Zickzackkurs überwunden werden, dann lagen ein 8 km langer, und ca 40 m breiter Sandstrand vor uns. Viele Wellen und frischen klares Wasser - es war herrlich - allerdings war auch die Sonnenbrandgefahr sehr groß, was 3/4 unser Familie jetzt noch spüren. (ich nicht, ich war viel in der Strandmuschel, bin aber trotzdem braun geworden)
Dort haben wir die Gegend viel mit Geocachen erkundet und haben schöne Ecken gesehen. Besonders spannend war es, das dort viele Palmen wachsen, was einem hier in Deutschland kaum jemand glauben mag.
Wir haben einen Tagesausflug nach Stonehenge, nach Christchurch, und nach Southhampton gemacht. Haben uns Museen angeschaut (für die Kinder war das Eletricmuseum in Christchurch der Hit, wo man viel selber machen konnte, und die Geschichte der Elekrizität im Laufe der Jahre erleben konnte - dieses Museum ist kostenlos und ist absolut empfehlenswert - Jens und ich waren vom British Motormuseum in Beaulieu sehr angetan, viele alte Autos, eine Sonderausstellung zu James Bond - ein Formel1 Simulator und tolle Parkanlagen. Eigentlich für alle interessant war auch das Maritim-Museum in Southhampton mit einer Sonderausstellung zur Titanic. Bummeln in Bournemouth stand natürlich auch auf dem Programm un immer wieder der Strand, besonders abends, wenn es nicht mehr ganz so warm war.
Am 13. Juli ging es dann wieder zurück. Auch hier waren wir früher an der Fähre als geplant, konnten aber umbuchen und so ging es schon um 14 Uhr auf die Fähre. Zurück haben wir uns etwas in Holland verfahren, aber sind trotzdem glücklich und gesund und mit vielen tollen Eindrücken, die wir noch lange nicht verarbeitet haben am 14. Juli morgen um 0:10 wieder zu Hause angekommen.

Es war so toll, das wir auf alle wieder zurück nach england wollen, nicht nur wegen der HItze die zur Zeit hier in Deutschland herrscht.






Veröffentlicht am:
12:12:40 16.07.2010 von CMS System Benutzer

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